Prof. Dr. Eckart Henning M.A.

Am 27. Januar 1940 in Berlin-Wilmersdorf geboren, besuchte ich öffentliche und private Schulen in Schleusingen / Thür. Wald und Berlin, wo ich 1961 ein Extraneerabitur ablegte. Anschließend studierte ich an den Universitäten in Berlin (FU), Wien und Marburg/L. Geschichte, Historische Hilfswissenschaften, Germanistik, Politologie und Philosophie. Nach dem (1.) Staatsexamen für das höhere Lehramt (1967) erwarb ich den Magistergrad /  Germanistik (1968), bestand eine politologische Erweiterungsprüfung zum Staatsexamen (1969) und wurde zum Doktor der Philosophie / Geschichte (1980) promoviert.

Vom Oktober 1967 bis Dezember 1969 war ich zunächst Hilfsassistent und Tutor, dann als Wissenschaftlicher Assistent eines Lehrstuhls für germanische und mittellateinische Philologie an der Freien Universität Berlin tätig.  1970/71 wurde ich als Archivreferendar nach Marburg/L. abgeordnet, wo ich das (2.) Staatsexamen für den höheren Archivdienst (1972) ablegte. Als Assessor des Archivwesens, 1972 als Archivrat z. A. und ab 1975 als Archivrat bzw. ab 1978 Archivoberrat war ich Referatsleiter beim Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem mit besonderer Zuständigkeit für die preußischen Zentralbehörden und das Brandenburg-Preußische Hausarchiv. 1984 wurde ich zum Direktor des Archivs zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, ebenfalls in Dahlem, berufen, das ich bis 2006 geleitet habe. Von 1986-1997 nahm ich daneben einen Lehrauftrag für Archivkunde am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin wahr, seit 1990 auch am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, wo ich seit 1993 als Honorarprofessor Historische Hilfswissenschaften der Neuzeit lehre. Meine Arbeitsgebiete sind  ferner die fränkisch-thüringische und brandenburg-preußische Landesgeschichte, die Archiv-und  Wissenschaftsgeschichte des 19./20. Jahrhunderts.

Als Herausgeber betreue ich das von mir begründete „Herold-Jahrbuch“ (1972-1974 und seit 1996 mit Peter Bahl), während ich die Herausgeberschaften der von mir gleichfalls ins Leben gerufenen „Veröffentlichungen aus dem Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft“ (1988-2005, seit 2000 mit Marion Kazemi), der „Dahlemer Archivgespräche“ (1996-2005) und von „Pallas Athene“ (2002-2006 mit Rüdiger vom Bruch) abgab; vom „Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte“ redigierte ich mehr als dreißig Bände (von 1978-2009, teils zusammen mit Werner Vogel, Wolfgang Neugebauer, Felix Escher und  Lorenz Friedrich Beck).

Dem Vorstand des Herold, Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften gehöre ich ebenso an wie dem Herolds-Ausschuß für die Deutsche Wappenrolle und bin Sprecher der Fachgruppe „Historische Hilfswissenschaften“. Als ordentliches Mitglied haben mich die Historische Kommission zu Berlin, die Brandenburgische Historische Kommission sowie die Preußische Historische Kommission kooptiert. Ebenso gehöre ich der Académie internationale d’ Héraldique an, ferner der Académie international de Généalogie, sowie als Ehren-, Wahl- und Korrespondierendes Mitglied weiteren wissenschaftlichen Gesellschaften des In- und Auslandes. Ausgezeichnet wurde ich mit dem Prix Amerlinck, der Fontane-Plakette, der Silbernen Johann-Christoph-Gatterer-Medaille, der Liechtenstein-Medaille und dem Prix de Bohus.